Im November viele Stoffservietten reduziert!

Materialkunde Stoffservietten

  • Atlaskante, Atlasstreifen, Atlasbindung

    Viele Stoffservietten weisen einen sogenannten Atlasstreifen oder auch eine Atlaskante auf. Unter Atlaskante bzw. Atlasstreifen versteht man den glänzenden, Stoffserviette Padua mit Atlaskante zumeist umlaufenden Streifen, der in die Stoffserviette gewebt ist. Die Breite dieses Streifens variiert, liegt aber zumeist nur bei einigen Zentimetern. Mitunter wird die Atlaskante auch als Satin-Streifen bezeichnet. Die Atlasbindung zählt neben den Leinwand- und Körperbindungen zu einer der Grundbindungen bei Stoffen. Bei der Atlasbindung sind die Bindungspunkte gleichmäßig verteilt und berühren einander nicht, so dass je nach Art des Faserstoffes eine mehr oder weniger glänzende, strukturlose Oberfläche entsteht. Dies wirkt besonders bei Stoffservietten sehr ansprechend und edel. Viele hochwertige Gastronomie-Servietten weisen deshalb auch umlaufende Atlasstreifen auf, der vor allem bei schrägem Lichteinfall ganz leicht glänzt.
     
  • Baumwolle

    Viele Stoffservietten werden heute aus Baumwolle hergestellt, einer Naturfaser, die aus den Samenhaaren von Baumwollsträuchern, gewonnen wird. Die Fasern, die für Stoffservietten verwendet werden, werden meistens zu dünnen Fäden gesponnen und weisen eine hohe Saugfähigkeit auf. Baumwollstoffe insgesamt sind hautfreundlich und deshalb auch bei Allergikern äußerst beliebt.
    Aus reiner Baumwolle sind beispielsweise auch unsere Tischläufer Zahlreiche weitere positive Eigenschaften weisen Baumwollstoffe und damit gleichermaßen auch Baumwolle-Stoffservietten auf, darunter eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen und auch chemischen Einflüsse, eine hohe Reißfestigkeit, hohe Naßfestigkeit und eine hohe Scheuerfestigkeit. Zudem ist Baumwolle leicht zu reinigen, sie kann sehr heiß gewaschen werden (hitzebeständig) und verfügt auch über ausgezeichnete färberische Eigenschaften. Eine Vergilbung tritt bei trockener Baumwolle bei etwa 160 Grad ein, erst bei etwa 250 Grad wird sie braun. Stoffservietten aus Baumwolle werden vor allem wegen ihrer Natürlichkeit und angenehmen Stoffeigenschaften geschätzt - ganz im Unterschied zu Stoffservietten aus Polyester.
     
  • Damast

    Im Stoffservietten-Fachvokabular bezeichnet Damast ein Gewebe mit eingewobenem Muster. Damast-Stoffservietten bestechen zumeist durch eine schöne Lichtreflexion der Musterung. Damast-Muster sind nicht an spezielle Fasern/Stoffe gebunden, werden aber meistens aus merzerisierter Baumwolle hergestellt, Die Damast-Serviette Sila in weiß seltener aus Seide oder Chemiefasern. stoffservietten24.de bietet ausschließlich Damast-Stoffservietten aus reiner Baumwolle oder Baumwolle-Leinen-Gemischen.
    Das Damast-Muster im Stoff der Servietten entsteht durch Abwechseln verschiedener Atlasbindungen. Die meisten Damast-Muster finden sich auf unifarbigen Stoffen und wirken sehr dezent. Sie sind vor allem bei schrägem Lichteinfall erkennbar. So wirkt besonders Tischwäsche mit einem aufwendigen Damast-Muster sehr edel und stilvoll. Zu den wichtigesten Mustern, die seit jeher Damast-Stoffservietten zieren, gehören florale Elemente und Motive, besonders Blumen, Blüten und Blätter verleihen Stoffservietten eine frische, zarte und vornehme Eleganz.
     
  • Garngefärbt

    Viele farbige Stoffservietten sind garngefärbt, dies bedeutet, dass Garne zum Einsatz kommen, die bereits vor dem Weben gefärbt wurden. Direkt nach dem Spinnen werden sie dafür auf Spulen in speziellen Färbemaschinen gleichmäßig durchgefärbt und erst danach zu einer Stoffserviette weiterverarbeitet.
     
  • Leinen

    Leinen zählt neben der Baumwolle zu den beliebtesten Stoffservietten-Stoffen und hat in den letzten Jahren im Textilwarenbereich einen regelrechten Boom erfahren. Die Flachs- oder Leinenfaser ist eine Bastfaser und wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Im Unterschied zur Baumwolle bilden die Leinenfasern sogenannte Bündel, die aus unverbundenen Einzelfasern bestehen. Gewebt wird Leinen zumeist in der klassischen Leinen-Servietten mit edlem Hohlsaum und Briefecke Leinwandbindung, aber auch Jacquard und andere Bindungsarten sind üblich.
    Die Leinenfaser ist gut teilbar und fein verspinnbar, wodurch sie nicht nur für Tischwäsche, sondern auch für Kleidung geeignet ist. Zudem ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien, die Faser ist aufgrund ihrer natürlichen Herkunft bakteriozid und antistatisch. Leinen weist eine hohe Reißfestigkeit auf, ist unelastisch und daher knitteranfällig. Die Reißfestigkeit macht das Leinen allerdings sehr strapazierfähig und langlebig. Stoffservietten aus Leinen können über Jahrzehnte ihre Qualität und Beschaffenheit unverändert erhalten. Nicht selten sind (Leinen-)Stoffservietten, die noch aus Grossmutters Wäscheschrank stammen, deshalb auch bei jungen Leuten so beliebt.
    Leinen-Stoffservietten weisen gegen Waschlaugen, Waschmittel und Kochwäsche eine erstaunlich hohe Unempfindlichkeit auf. Wenn man den Edelknittereffekt von Leinenwäsche nicht schätzt, kann man Leinentischden auf hoher Temperatur bügeln und mangeln. Voraussetzung ist dabei, dass das Gewebe noch feucht ist. Der Wäsche-Trockner hingegen sollte bei Leinen-Stoffservietten nicht zum Einsatz kommen, da allzu große und trockene Hitze das Gewebe schädigt. Auch beim Bleichen von Leinen sollte man vorsichtig sein, Vollbleiche führt zu einem hohen Gewichtsverlust! Das Färben von Leinen hingegen ist möglich.
     
  • Modal

    Unter Stoffservietten aus Modal versteht man Stoffservietten aus regenerierte Zellulosefasern, die in ihren Eigenschaften der Baumwolle ähnlich sind. Modalfasern bestehen zu 100 Prozent aus Zellulose und werden aus natürlichem Zellstoff hergestellt. Die Fasern können sehr gleichmäßig gewebt werden und besitzen eine sehr hohe Reissfestigkeit, zudem sind sie nur sehr gering dehnbar. Oft werden Modalfasern auch mit Baumwolle gemischt, so auch für viele Stoffservietten. Modal wird aus Buchenholz gewonnen und zeichnet sich durch einen seidigen Glanz und hervorragendes Farbaufnahmevermögen auf, das gerade bei stückgefärbter Ware gut zur Geltung kommt. Auch nach vielen Wäschen bleiben Stoffservietten aus Baumwolle-Modal-Mischgewebe formstabil und farbecht.
     
  • Organza

    Als Organza wird ein sehr transparentes und schillerndes Gewebe bezeichnet, das zumeist aus Chemiefasern, selten aus Seide, hergestellt ist. Die synthetischen Fasern von Organza-Stoffen sind leinwandbindig verwoben. Sie knittern schnell und sind gegen Abrieb sehr empfindlich. Fadenschäden oder Fadenverschiebungen fallen bei Organza-Stoffen sofort ins Auge. Organza-Stoffe sind sehr leicht und fein, sie eignen sich daher besonders gut zum Dekorieren, Einpacken oder Abdecken. Organza-Stoffe sind in allen denkbaren Farben erhältlich. Stoffservietten aus Organza sind eher selten gebräuchlich.
     
  • Polyester

    Einige Stoffservietten sind heutzutage sogar aus Polyester, aus künstlichem Stoff. In den dreißiger/vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts gelang erstmals die Herstellung von linearen (unverzweigten) Polyesterfasern, sogenannten Kunstfasern, die seitdem in Tischdecken, in Tischwäsche allgemein und Heimtextilien verwendet werden. Im Unterschied zu Naturfasen, die aus der Natur stammen, werden Polyesterfasern künstlich, eben chemisch, hergestellt. Die aus der Schmelze gezogenen Fäden weisen eine hohe Festigkeit auf, sie sind scheuerfest und knittern nicht; dies macht Stoffservietten aus Polyester bei einigen Menschen beliebt. Da Kunstfasern beim Waschen nur wenig Wasser aufnehmen, trocknen Polyestergewebe sehr gut. Fasern aus Polyester (und auch aus Polyamid) sind viel feiner und dünner als beispielsweise Seide. Zu den wichtigsten Eigenschaften des Stoffes zählt die besondere Licht- und Wetterbeständigkeit und damit die Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Einflüsse. Polyester-Fasern eignen sich sehr gut für Mischungen mit Naturfasern. Nicht selten findet man Tischdecken und Tischwäsche aus einem Polyester-Baumwolle-Gemisch. Gewebe aus Polyester-Fasern besitzen eine geringe Knitterneigung und behalten ihre Formbeständigkeit auch bei Einwirkung von Feuchtigkeit. Sie sind pflegeleicht, überdurchschnittlich strapazierfähig. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland über 270.000 Tonnen Polyester-Fasern hergestellt. Trotzdem setzen viele Menschen mehr denn je auf Naturstoffe, besonders wenn es um Stoffservietten geht.
     
  • Satin

    Unter Satin versteht man eine Gewebeart, die mittels Atlasbindungen hergestellt wird. Als Grundlage für dieses Gewebe dienen vor allem Fasern aus Seide oder Viskose. Satinstoffe zeichnen sich durch eine stark glänzende, glatte Oberseite und sowie eine matte Unterseite aus. Abhängig von der Faserart und Garn kann Satin leicht oder schwer, matt- oder hochglänzend, fließend oder steif sein. Satinstoffe glänzen noch stärker als Seide. Stoffservietten werden eher selten aus Satin hergestellt.
     
  • Seide

    Als Seide bezeichnet man eine feine Textilfaser, die aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen wird. Stoffservietten aus Seide sind allerdings eher ungewöhnlich. Ursprünglich stammt die Seide wahrscheinlich aus China, heute sind Japan, Indien und Brasilien weitere wichtige Erzeugerländer. Seide ist die einzige in der Natur vorkommende textile Endlosfaser. Zu den wichtigsten Arten zählen Haspelseide, Bouretteseide, Schappeseide, Fagaraseide oder auch Maulbeerseide. Die Qualität der Seide hängt wesentlich von ihrem Gewicht ab. Seide ist ein schön glänzender Stoff von hoher Festigkeit, der auch gegen Kälte und Wärme isolierend wirkt. Die Seide kann sehr gut Wasser aufnehmen und neigt zu Knitterbildung. Seide ist besonders beliebt, weil Seidenstoffe so brillante Farben erzielen. Aufpassen muss man bei hohen Temperaturen, Abrieb und Wasserflecken.